item7a
BS196

Der 34. Spieltag in Zahlen

Bundesliga

35 Treffer (am 33. Spieltag waren es 37) wurden bei den neun Begegnungen am 34. Spieltag der Saison 2016/2017 insgesamt geschossen.

469 341 Zuschauer (Rekord) strömten an diesem Spieltag (Vorwoche 310 820) in die Stadien der neun Spielorte.

Torjäger: Die Torjägerkrone sicherte sich Dortmunds Aubameyang (31) dank seiner zwei Treffer gegen Bremen. Auf Platz zwei landete Bayerns Lewandowski mit 30 Toren, der gege Freiburg leer ausging, vor Kölns Modeste (25). Bayers Bester war Chicharito (11).

Mindestens 31 Tore wie Aubameyang schoss zuletzt Dieter Müller vom 1. FC Köln in der Saison 1976/77.

Der 1. FC Köln holte 49 Punkte und spielte damit die beste Saison seit Einführung der Drei-Punkte-Regel. Köln blieb in den letzten fünf Spielen ungeschlagen und qualifizierte sich erstmals seit 25 Jahren wieder für einen Europapokal-Wettbewerb.

150 Heimsiege gab es in dieser Saison - mehr waren es zuletzt vor 14 Jahren.

Neun Joker trafen am letzten Spieltag, insgesamt in dieser Saison 124 - Rekord.

98 Elfmeter wurden gepfiffen - mehr gab es letztmals 2001/2002.

1899 Hoffenheim ist der Remis-König der Bundesliga. 14 der 34. Spiele endeten für die TSG unentschieden. Erstmals gab es in der Saison keine Heim-Niederlage (elf Siege, sechs Remis).

34. Spieltag: Herta BSC Berlin - Bayer 04 Leverkusen 2:6, 1. FC Köln - Mainz 05 2:0, Dortmund - Werder Bremen 4:3, Hamburg - VfL Wolfsburg 2:1, Ingolstadt - FC Schalke 04 1:1, Bayern München - SC Freiburg 4:1, Mönchengladbach - Darmstadt 98 2:2, TSG Hoffenheim - FC Augsburg 0:0, Frankfurt - RB Leipzig 2:2

Pl.

Mannschaft

Sp.

Tore

Pkte.

1.

Bayern München

34

89:22

82

2.

RB Leipzig

34

66:39

67

3.

Borussia Dortmund

34

72:40

64

4.

1899 Hoffenheim

34

64:37

62

5.

1. FC Köln

34

51:42

49

6.

Hertha BSC Berlin

34

43:47

49

7.

SC Freiburg

34

42:60

48

8.

Werder Bremen

34

61:64

45

9.

Mönchengladbach

34

45:49

45

10.

FC Schalke 04

34

45:40

43

11.

Eintracht Frankfurt

34

36:43

42

12.

Bayer Leverkusen

34

43:55

41

13.

FC Augsburg

34

35:51

38

14.

Hamburger SV

34

33:61

38

15.

FSV Mainz 05

34

44:55

37

16.

VfL Wolfsburg

34

34:52

37

17.

FC Ingolstadt

34

36:57

32

18.

Darmstadt 98

34

28:63

25

Entschieden: Meister FC Bayern München, wie RB Leipzig und Dortmund direkt in der Champions League - Hoffenheim spielt als Vierter CL-Quali - Köln in der Gruppenphase der Europa League - VfL Wolfsburg gegen Braunschweig (Hinspiel: 1:0) in Relegation- Ingolstadt und Darmstadt 98 abgestiegen - wenn Dortmund Pokalsieger wird: Hertha in EL-Gruppenphase, Freiburg EL-Quali

Hamburger SV fehlte nicht viel zur Relegation

Gefeiert wurde im Hamburger Volksparkstadion, als habe der HSV gerade den nationalen Titel gewonnen. Doch dies war 1983 letztmals der Fall. Nein, die Hamburger hatten nur das Relegationsspiel gegen den Dritten der zweiten Liga vermieden. Allein das bringt den sonst eher reservierten Hanseaten aus dem Häuschen. Dabei sah es lange so aus, als würden die Hamburger nach 2014 und 2015 um ein drittes Relegations-Erlebnis nicht umhin kommen. Nach 88 Minuten besassen die Gäste aus Wolfsburg nämlich die weitaus besseren Karten. Das 1:1 nach Toren von Knoche und Kostic hätte dem VfL nämlich schon gereicht, um in der Abschlusstabelle vor den Hamburgern zu landen. Doch dann küsste das Schicksal die Hamburger. Luca Waldschmidt köpfte das erlösende 2:1. Er war genau 110 Sekunden vorher eingewechselt worden. Am Tag zuvor wurde er 21 Jahre alt. Im 29. Bundesligaspiel macht der 1,3-Millionen-Euro-Einkauf (er kam im Sommer aus Frankfurt) sein erstes Tor. HSV Trainer Gisdol: "Wir hatten nach zehn Spielen zwei Punkte, waren tot. Ich bin erledigt. Damit muss jetzt Schluss sein. Noch so ein Spiel schaffe ich nicht."

nach oben

item1a

Kai Havertz, 17 Jahre: Zwei Tore in Berlin und Bayers Hoffnung für die Zukunft - Foto: Bayer 04/KS-Media

180910+Bayer-Mönchengl+TR

Werkself: Dem leidigen Thema um ein Abrutschen auf den Relegationplatz nach dem 2:2 im Derby gegen Köln vor einer Woche entledigt, brannten die wie befreit aufspielenden Bayer-Profis zum Saison-Ultimo mit einem 6:2 bei Hertha BSC Berlin ein Tor-Feuerwerk ab. Die Werkself schließt die Saison als Zwölfter ab - entfernt von den selbstbestimmten Saisonzielen. 2:2 gegen den Tabellen-Fünften (Köln) und 6:2 beim Tabellen-Sechsten (Hertha), also zwei Europa League-Teilnehmern - die beiden letzten Spieltage brachten zumindest ein leicht versöhnliches Saisonfinale. Durch die Treffer von Chicharito, Havertz (2) und Stefan Kießling lagen die Berliner nach gut einer Stunde schon 0:4 hoffnungslos zurück. Aranguiz und der eingewechselte Pohjanpalo waren dann weiterhin für Bayer 04 erfolgreich. Für Leno, Henrichs und Brandt geht es jetzt zum Conved-Cup. Tah fährt zur U21-EM. Der Rest: Urlaub. - Aufstellung: Leno - Henrichs, Tah, Jedvaj, Wendell (71. da Costa) - Aranguiz, Baumgartlinger - Havertz, Brandt - Chicharito (79. Bailey), Kießling (73. Pohjanpalo) - Tore 0:1 Chicharito (5.), 0:2 Havertz (31), 0:3 Havertz (45+1), 0:4 Kießling (64./Foulelfmeter), 1:4 Weiser (71.), 1:5 Aranguiz (81./Foulelfmeter), 2:5 Allagui (86. Foulelfmeter), 2:6 Pohjanpalo (90.) - Schiedsrichter: Aytekin (Oberasbach) - Zuschauer: 55 617 - Lesen Sie das Saison-Fazit von Bernd Schneider auf seiner Kommentarseite.

6:2 - Zum Saison-Ausklang ein wahres Feuerwerk

Rund um Bayer Leverkusen

Meinungen zum 6:2 bei Hertha BSC

Zitat I: "Ich würde gerne tauschen mit Hertha BSC Berlin. Sie haben eine tolle Saison gespielt. Die Mannschaft hat in den letzten Spielen unter höchstem Druck funktioniert. Trotzdem dürfen wir uns die Saison nicht schönreden."

Tayfun Korkut, Bayers Cheftrainer

Zitat II: "Als Sportler bin ich etwas traurig über das Ergebnis. Aber wir sind Sechster geworden, das ist in Deutschland ein tolles Ergebnis. Letztes Jahr Siebter, dieses Mal Sechster - das spricht für den systematischen Aufbau unserer Mannschaft."

Pal Dardai, Berlins Cheftrainer

Zitat III: "Es ist ein geiles Gefühl! Es war wichtig heute, dass wir die Saison mit einem tollen Spiel abschließen konnten. Ich hätte vor einem Jahr niemals geglaubt, dass ich jetzt in so einer Situation sein würde. Da sieht man, wie schnell es im Fußball gehen kann. Das macht mich unglaublich glücklich."

Kai Havertz, Bayers Doppeltor

Zitat IV: "Für mich ist es jetzt erst mal wichtig, dass die Hüfte hält und ich das Gefühl bekomme, gebraucht zu werden. Das wird sich alles in der nächsten Zeit klären. Heute geniesse ich diesen tollen Sieg."

Stefan Kießling, Bayers Torschütze

Kai Havertz: Zweitjüngster Doppelpacker

Mit seinen Treffern gegen Wolfsburg und beim FC Ingolstadt war Kai Havertz trotz Stress im Abitur maßgeblich an Bayers Rettung beteiligt. Jetzt setzte er im Saisonausklang dem Ganzen noch die Krone auf. Kai Havertz avancierte in Berlin zum zweitjüngsten Doppelpacker der Bundesliga-Geschichte und zum erst zweiten 17-Jährigen, der zwei Tore in einer Begegnung erzielte; Timo Werner (früher VfB Stuttgart, heute RB Leipzig) war im November 2013 noch drei Monate jünger. Havertz belohnte sich damit für seinen großen Einsatz; er bestritt in Berlin so viele Zweikämpfe wie kein anderer Leverkusener (26). Jetzt kann sich der Gymnasiast auf seine mündliche Prüfung in Mathematik konzentrieren.

Fakten zu Hertha BSC gegen Bayer 04

1. Für Berlin war der Saisonabschluss gegen Bayer 04 Leverkusen nicht optimal. Mit dem 2:6 kassierten die Hertha in den vergangenen beiden Heimspielen mehr Gegentore (zehn: sechs gegen Leverkusen, vier gegen RB Leipzig) als in den vorherigen 15 Heimspielen dieser Saison (neun).

2. Bayer 04 Leverkusen beendete die Saison mit einer Serie von drei ungeschlagenen Spielen (ein Sieg, zwei Remis), eine Premiere im Kalenderjahr 2017.

3. Sechs Gegentore in einer Begegnung hatten die Berliner zuletzt vor fünf Jahren hinnehmen müssen, auch damals zu Hause (0:6 gegen die Bayern im März 2012).

4. Leverkusen wiederum erzielte erstmals seit Mai 2004 sechs Tore in einem Spiel (damals 6:2 in Bremen).

5. Hertha BSC verlor sieben der vergangenen zehn Bundesliga-Spiele.

6. Seit Herthas Wiederaufstieg 2013 gewann Leverkusen sieben der acht Partien gegen die Berliner.

7. Chicharito beendete eine dreimonatige Flaute und erzielte sein erstes Tor seit dem 17. Februar. Es war zugleich Herthas frühestes Gegentor dieser Saison.

8. Leverkusen hatte in dieser Bundesliga-Saison fünf von sieben Strafstößen verschossen; in Berlin, als es um nichts mehr geht, wurden beide verwandelt.

9. Drei Strafstöße in einer Partie hatte es diese Saison zuvor nur am 7. Spieltag bei der Partie Mainz gegen Darmstadt gegeben.

10. Mitchell Weiser stand gegen Bayer erstmals 2017 in Herthas Startelf und erzielte sein erstes Tor seit acht Monaten.

11. Joel Pohjanpalo erzielte sein sechstes Tor in nur 185 Minuten Einsatzzeit in der gesamten Saison. Damit trifft der Finne alle 31 Minuten ins Tor. Ein Spitzenwert in der Liga.

Kontakt/Impressum

26. Mai 2017

N22 N8 N7 N6 N5 N4 N3 N1