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Der 12. Spieltag in Zahlen

Bundesliga

12. Spieltag: Bayer Leverkusen - Leipzig 2:2, Bayern München - FC Augsburg 3:0, Mainz 05 - 1. FC Köln 1:0, VfB Stuttgart - Dortmund 2:1, VfL Wolfsburg - Freiburg, 3:1, Hertha BSC Berlin - Mönchengladbach 2:4, 1899 Hoffenheim - Frankfurt 1:1, FC Schalke 04 - Hamburger SV 2:0, Bremen - Hannover 96 4:0

29 Tore fielen am 12. Spieltag der Saison 2017/18 - ein Treffer mehr als am Spieltag zuvor.

Torjäger: Die Liste führt weiterhin allein Robert Lewandowski an. Der Münchner kam gegen Augsburg zu seinen Treffern zwölf und dreizehn. Auf Platz zwei folgt Dortmunds Aubameyang (10). Auf dem dritten Platz liegen Kevin Volland (Bayer) und Leipzigs Timo Werner mit jeweils sieben Toren.

Bayer Leverkusen gelang auch im 17. Spiel hintereinander mindestens ein Tor, das ist die längste laufende Serie aller aktuellen Bundesligisten.

FC Schalke 04 steht zum ersten Mal seit 1821 Tagen wieder auf Tabellenplatz zwei.

Die Freiburger liefen beim 1:3 in Wolfsburg 128,8 Kilometer - ligaweiter Rekord.

Dieter Hecking holte aus 30 Spielen 50 Punkte für Mönchengladbach. Den Schnitt von 1,7 überbieten nur Borussias Altmeister Hennes Weisweiler und Udo Lattek.

Dortmund verlor die letzten drei Spiele in Folge. Eine so lange Niederlagen-Serie gab es zuletzt vor drei Jahren unter Trainer Jürgen Klopp.

Der 1.FC Köln und Hertha BSC Berlin verursachten diese Saison bereits jeweils fünf Elfmeter.

Hoffenheim traf als einziges Team schon sieben Mal in der Schluss-Viertelstunde (vier Treffer sogar in der Nachspielzeit).

Pl.

Mannschaft

Sp.

Tore

Pkte.

1.

Bayern München

12

30:8

29

2.

FC Schalke 04

12

16:10

23

3.

RB Leipzig

12

20:15

23

4.

Mönchengladbach

12

21:21

21

5.

Borussia Dortmund

12

29:16

20

6.

1899 Hoffenheim

12

21:15

20

7.

Eintracht Frankfurt

12

14:12

19

8.

Hannover 96

12

15:15

18

9.

Bayer Leverkusen

12

25:18

17

10.

FC Augsburg

12

16:14

16

11.

VfB Stuttgart

12

16:14

16

12.

FSV Mainz 05

12

13:17

15

13.

VfL Wolfsburg

12

16:17

14

14.

Hertha BSC Berlin

12

16:19

14

15.

Hamburger SV

12

10:20

10

16.

Werder Bremen

12

8:14

8

17.

SC Freiburg

12

7:24

8

18.

1. FC Köln

12

4:23

2

13. Spieltag: Fr., 24.11., 20.30: Hannover 96 - VfB Stuttgart - Sa., 25.11., um 15.30: Eintracht Frankfurt - Bayer 04 Leverkusen, Dortmund - Schalke 04, Leipzig - Werder Bremen, SC Freiburg - FSV Mainz 05, FC Augsburg - Wolfsburg - um 18.30: Borussia Mönchengladbach - Bayern München - So., 26.11., um 15.30: Hamburg - Hoffenheim - um 18.00: 1. FC Köln - Hertha BSC Berlin

Sein 500. Sieg: Heynckes nahm es gelassen hin

Sein 500. Sieg in der Bundesliga als Trainer und Spieler entlockte bei Jupp Heynckes nur ein müdes Schulterzucken. Statistik interessiert Bayern Münchens Trainer wenig. Und so sagte er nach dem 3:0 über den FC Augsburg: "Eine großartige Zahl. Ich nehme das zur Kenntnis und dann ist es auch gut." Seit seiner Rückkehr auf Bayerns Trainerbank hat er in fünf Spielen die optimale Punktzahl von 15 geholt, was um so wertvoller erscheint, da Konkurrent Borussia Dortmund in der Zeit von Rang eins auf fünf abgerutscht ist. Sechs Zähler sind es jetzt Vorsprung auf Schalke und Leipzig. Keine Frage: Die Bayern unter Heynckes sind zu stark für die gesamte Konkurrenz. So ganz nebenbei haben die Bayern noch einen Rekord aufgestellt: Als erste Mannschaft in der ewigen Tabelle durchbrachen sie die 3000-Punkte-Grenze (3001). Hasan Salihamidzic, Bayerns neuer Sportdirektor, meinte euphorisch nach dem Spiel: "Das war ein richtig, richtig gutes Spiel, wenn nicht das beste bis jetzt. Der Trainer bringt eine überragende Leistung. Er ist ein Riesengewinn für den FC Bayern." Lewandowski (2) und Vidal trafen gegen Augsburg.

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Abflug zum Torjubel: Kevin Volland nach seinem Treffer zum 2:2 gegen RB Leipzig - Foto: Bayer 04

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Werkself: Was für ein grandioser Auftritt von Bayer 04 Leverkusen gegen den Tabellen-Zweiten RB Leipzig! Trotz zweimaligen Rückstand und ab der 52. Minute (rote Karte für Henrichs) in Unterzahl schaffte die Werkself mit einer unwahrscheinlichen Willens- und Energieleistung noch ein 2:2-Remis ggen die Sachsen. Leipzig konnte nur durch zwei Elfmeter zum Torerfolg kommen. Nach einem Foul von Mehmedi an Sabitzer verwandelte Timo Werner zum 1:0. Noch vor der Pause aber glich Leon Bailey (siehe auch Text rechte Spalte) aus. Nur sechs Minuten nach seiner Einwechslung zur Pause konnte Henrichs den Ball auf der Torlinie nur mit der Hand abwehren. Doppelte Bestrafung: Henrichs sah rot, Forsberg verwandelte zum 2:1 für die Gäste. Doch jetzt drehten die Leverkusener mal so richtig auf. Die Folge: Kevin Volland gelang mit einer artistischen Einlage der verdiente Ausgleich. An Hand der besseren Torchancen wäre sogar ein Sieg verdient gewesen. - Aufstellung: Leno - Lars Bender, Tah, Wendell - Aranguiz, Kohr (86. Bellarabi) - Mehmedi (46. Henrichs), Bailey - Brandt, Havertz - Volland (90+1 Retsos) - Torfolge: 0:1 Werner (13./Foulelfmeter), 1:1 Bailey (44.), 1:2 Forsberg (54. Handelfmeter), 2:2 Volland (74.) - Schiedsrichter: Osmers (Hannover) - Zuschauer: 29 218 - Lesen Sie die Meinung von Bernd Schneider zum 2:2 gegen RB Leipzig auf der Kommentarseite.

Willenstarke Werkself in Unterzahl 2:2 gegen Leipzig

Rund um Bayer Leverkusen

Stimmen zum 2:2 gegen RB Leipzig

Zitat I: "Insgesamt habe ich heute von meiner Mannschaft eine sehr gute Leistung gesehen, auch wenn wir etwas gebraucht haben, um ins Spiel zu finden. Wenn man die Großchancen heute alle zusammennimmt, dann hätten wir das Spiel auch gewinnen können. Wir sind zweimal zurückgekommen und haben heute eine tolle Moral, eine tolle Leistung und zudem eine tolle Mentalität gezeigt."

Heiko Herrlich, Bayers Cheftrainer

Zitat II: "Unterm Strich ist es ein gerechtes Remis gegen eine Mansnchaft, die viel Mentalität gezeigt hat. Wir konnten einen direkten Rivalen um die vorderen Plätze auf Distanz halten."

Ralph Hasenhüttl, Leipzigs Cheftrainer

Zitat III: "Es war schon ein Spel auf Augenhöhe. Dadurch, dass wir in Unterzahl zurückkommen, sind wir natürlich froh über das Unentschieden."

Kevin Volland, Bayers Torschütze

Zitat IV: "Wie Leverkusene mit zehn Mann aufdreht - Hochachtung."

Timo Werner, Leipzigs Torschütze

Zitat V: "So ein Spielverlauf hätte uns in der vergangenen Saison noch komplett aus der Bahn geworfen. Die Entwicklung geht ganz klar in die richtige Richtung."

Lars Bnder, Bayers Kapitän

Zitat VI: "Gegen eine Spitzenmannschaft wie Leipzig kann man nur bestehen, wenn man selber spielt wie ein Spitzenteam. Da, wo sie in der Tabelle stehen, können wir auch stehen."

Jonathan Tah, Bayers Abwehrspieler

Zitat VII: "Das war eine tolle Listung von uns. Wir sind zwar in der Tabelle keinen Schritt weiter gekommen, aber das werden wir auch noch schaffen, wenn wir so weiterspielen. So ein Spiel wie heute haben wir in Leverkusen lange nicht gesehen."

Rudi Völler, Bayers Sportchef

Und das sagte Kevin Kampl zum Spiel

Vor der Saison wechselte Kevin Kampl, der seine gesamte Jugendzeit bei Bayer04 verbrachte, zu RB Leipzig. Kampl, in Solingen geboren, spielte jetzt erstmals bei seinem alten Verein vor. Nach dem Spiel sagte er in einem Interview: "Wir sind eher unzufrieden, weil hier und heute mehr für uns drin gewesen wäre. Wir haben bei einer sehr guten Leverkusener Truppe zweimal geführt. In der zweiten Halbzeit haben wir leider nach der erneuten Führung den Faden verloren, während Bayer 04 besser gespielt hat. Wir waren zu viel hektisch, zu unruhig und auch zu passiv. Dadurch hat Leverkusen gespürt, dass noch etwas geht." Kampl, der bei jeder Ballberührung ausgepfiffen wurde, weiter: "Ein Remis in Leverkusen ist auch nicht so schlecht, weil Bayer eine heimstarke Mannschaft ist und zuhause noch kein Spiel verloren hat. In der Tabelle stehen sie ganz sicher nicht da, wo sie eigentlich von der Qualität hingehören."

Havertz spielte völlig korrrekt weiter

Vor dem 1:1 durch Leon Bailey sorgte ein Szene für große Aufregung. Was war passiert: Aranguiz und Keita lieferten sich einen branchenüblichen Zweikampf, der Leipziger blieb zunächst liegen. Da der Schiedsrichter kein Foul sah, spielte Kai Havertz weiter, während die Gäste erwarteten, dass er den Ball ins Aus befördert. Tat er aber nicht und Bayer erzielte prompt das 1:1. Helle Aufregung auf der Leipziger Bank - was jedoch völlig unberechtigt war. Bayers Trainer Heiko Herrlich: "Es gibt eine ganz klare Regel, dass nur der Schiedsrichter unterbrechen darf. Es war auch kein Foulspiel, deshalb war es auch völlig in Ordnung, dass wir weiter gespielt haben." So sah es dann Leipzigs Trainer Ralph Hasenhüttl auch nach dem Spiel: "Wir haben alles zwischen uns geklärt. Sie müssen den Ball in dieser Szene nicht ausspielen." Thorsten Kinnhöfer, früherer Bundesliga- und FIFA-Schiedsrichter schrieb in einem Beitrag für die Bild am Sonntag: "Der Schiedsrichter ist derjenige, der entscheidet, ob er unterbricht, weil ein Spieler verletzt ist. Nicht die Vereine. Das ist gut so - denn auf dem Boden liegende "schwerverletzte" Spieler hatten zuletzt überhandgenommen.

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20. November 2017

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