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Der 34. Spieltag in Zahlen

Bundesliga

34. Spieltag: Bayern München - Stuttgart 1:4, Bayer Leverkusen - Hannover 96 3:2, Hamburger SV - Mönchengladbach 2:1, VfL Wolfsburg - 1. FC Köln 4:1, SC Freiburg - Augsburg 2:0, Hoffenheim - Dortmund 3:1, Hertha BSC Berlin - RB Leipzig 2:6, Mainz 05 - Bremen 1:2, Schalke 04 - Eintracht Frankfurt 1:0

36 Tore fielen am 34. Spieltag der Saison 2017/2018. 28 waren es am Spieltag zuvor.

Die Torjägerkrone des erfolgreichsten Torschützen gewann erneut der Münchner Robert Lewandowski, der 29 Tore erzielte. Auf Platz zwei folgt der Freiburger Petersen mit 15 Erfolgen. Gemeinsam auf Platz drei beendeten Bayers Kevin Volland und der Hoffenheimer Mark Uth (je 14) die Saison.

Hoffenheim beendete die Bundesliga-Spielzeit auf dem dritten Platz und stellte damit einen neuen Vereinsrekord auf; als Belohnung spielt 1899 in der nächsten Saison erstmals in der Champions League.

Stuttgart verbuchte in den letzten drei Bundesliga-Spielen 17:67 Torschüsse, holte aber alle neun Punkte. In München gelang trotz 7:18 Torschüssen ein 4:1-Sieg; so hoch gewann der VfB nie zuvor gegen den Rekordmeister.

Mit Tayfun Korkut verlor der VfB Stuttgart nur eins der 14 Bundesliga-Spiele; mit dem Coach holten die Stuttgarter 31 Punkte, in diesem Zeitraum nur die Bayern mehr (34). Korkut übernahm als Abstiegskandidat den VfB auf Platz 14 und führte die Schwaben bis auf Platz sieben, der das internationale Geschäft bedeuten könnte -falls Bayern das Pokalfinale gegen Frankfurt gewinnt.

Leipzig verabschiedet sich mit zwei Siegen aus der Saison und erreicht als erster Europacupdebütant seit Leverkusen vor 31 Jahren auch in der Folgesaison wieder einen Europacupplatz.

Pl.

Mannschaft

Sp.

Tore

Pkte.

1.

Bayern München

34

92:28

84

2.

FC Schalke 04

34

53:37

63

3.

1899 Hoffenheim

34

66:48

55

4.

Borussia Dortmund

34

64:47

55

5.

Bayer Leverkusen

34

58:44

55

6.

RB Leipzig

34

57:53

53

7.

VfB Stuttgart

34

36:36

51

8.

Eintracht Frankfurt

34

45:45

49

9.

Mönchengladbach

34

47:52

47

10.

Hertha BSC Berlin

34

43:43

43

11.

Werder Bremen

34

37:40

42

12.

FC Augsburg

34

43:46

41

13.

Hannover 96

34

44:54

39

14.

FSV Mainz 05

34

38:51

36

15.

SC Freiburg

34

32:56

36

16.

VfL Wolfsburg

34

36:48

33

17.

Hamburger SV

34

29:51

31

18.

1. FC Köln

34

35:69

22

Entscheidungen: Erneut Meister: Bayern München. München, Schalke, Hoffenheim und Dortmund für die Champions League qualifiziert - Leverkusen und RB Leipzig spielen in der Europa League - Hamburg und der 1. FC Köln steigen in die zweite Liga ab - Wolfsburg muss in die Relegation gegen Holstein Kiel, Dritter in der zweiten Liga, am 17. und 21. Mai

Stefan Kießling: "Tschüss" mit Tränen in den Augen

Die 88. Minute am 3. März 2018 in Wolfsburg: Trainer Heiko Herrlich wechselt Stefan Kießling ein und sorgt damit für ein geradezu historisches Ergebnis. Denn es ist das 400. Bundesligaspiel für den Bayer-Stürmer, der in Leverkusen längst Kult-Status genießt. Er ist übrigens der 66. Spieler, der in diesen illustren Kreis aufgenommen wurde. 59. Bundesligaspiele für den 1. FC Nürnberg, 341 für Leverkusen - eine aussergewöhnliche Bilanz. Sein erster Anruf galt danach der Ehefrau Norina: Sie hat sich mega gefreut für mich und gesagt: Ich bin so stolz auf Dich." Jeder Spieler rannte anch dem Abpfiff auf Stfan Kißling zu und umarmte ihn. Wie Kai Havertz: Auf den Moment hat Stefan gewartet und wir auch. Und das sich alle mit ihm so freuen, zeigt, was sich hier bei uns entwickelt hat." Er selbst war tiefbewegt: "Die Jungs haben sich fast mehr für mich als über den Sieg gefreut. Es war sicherlich einer der schönsten Momente in Karriere." Auch Heiko Herrlich würdigte ihn: "Wir verteilen keine Geschenke. Er hatte sehr gut trainiert, ist auch ein Vorbild in der Kabine. In den letzten Minuten hat er jedes Kopfball-Duell gewonnen, keinen Zweikampf gescheut und Fouls gezogen." Am 34. Spieltag gegen Hannover 96 spielte Kießling zum letzten Mal (403) im Bayer-Trikot. Danach sagte er "Tschüss" mit Tränen in den Augen. Er wird jetzt eine Position bei Bayer 04 im Verein übernehmen.

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Ein Abschied mit Tränen in den Augen: Stefan Kießling zum letzten Mal bei Bayer-Fans - Foto: Bayer 04

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Werkself: In der vergangenen Saison reichte es für Bayer 04 Leverkusen nur zu Platz zwölf, was zur Folge hatte, dass es eine Saison ohne internationale Spiele gab. In dieser Spielzeit machte es die Werkself dagegen besser. Mit dem neuen Trainer Heiko Herrlich verbesserte sich das Team gleich um sieben Plätze nach oben und spielt in der nächsten Saison 2018/19 wieder international. Zwar reichte es am Ende (nur) zu Platz fünf, aber dennoch darf dieses Ergebnis durchaus als Erfolg angesehen werden. Bayer also in der Europa League - das ist schon in Ordnung. Natürlich, am letzten Spieltag fehlten durch das 3:2 über Hannover 96 und Hoffenheims 3:1 über Dortmund ein paar Tore, um die direkte Qualifikation zur lukrativeren Champions Legue zu erreichen, doch das sollte die Stimmung keineswegs trüben. Das optimale Ziel wurde nämlich nicht am letzten Spieltag verpasst, sondern eher auf der Zielgeraden der Meisterschaft. Da gab es zu viele Spiele ohne eigenen Torerfolg und ohne Punktgewinn. - Bayer 04: Leno - Lars Bender, (83. Kießling), Tah, Jedvaj, Wendell - Aranguiz (74. Bellarabi), Baumgartlinger (23. Kohr) - Bailey, Havertz, Brandt - Alario - Tore: 1:0 Alario (3.), 2:0 Alario (23.), 3:0 Brandt (55.), 3:1 Füllkrug (90.+1), 3:2 Harnik (90.+4) - Schiedsrichter: Guido Winkmann (Kerken) - Zuschauer: 30 210 - Lesen Sie die Meinung von Bernd Schneider zum 3:2 der Werkself gegen Hannover 96 und sein Saisonfazit auf seiner Kommentarseite.

Nach einem Jahr Pause Bayer 04 wieder international

Rund um Bayer 04 Leverkusen

Stimmen zum 3:2 über Hannover 96

Zitat I: "Es lag nicht an diesem Spiel, denn heute haben wir alles reingehauen. Es lag in manchen Spielen an unserer Naivität, wie einfach wir Punkte hergeschenkt haben. So müssen wir uns jetzt damit zufriedengeben. Wir spielen trotzdem international, auch wenn es nicht die Champions League ist."

Jonathan Tah, Bayers Abwehrrecke

Zitat II: ""Gratulation zu einer tollen Saison, Heiko. Leider hat es nicht gereicht, aber wir mussten natürlich so gut es geht dagegenhalten, damit uns keiner im Nachhinein etwas vorwerfen kann. Am Anfang ist es uns nicht gelungen, in die Zweikämpfe zu kommen. In der Schlussphase brauchte Leverkusen dann noch Tore und hat etwas aufgemacht. Für uns war es insgesamt nochmal ein guter Abschluss. Wir haben gezeigt, dass wir niemals aufgeben. Es war eine gute Saison, in der wir niemals in Abstiegsgefahr waren."

Andre Breitenreiter, Hannovers Trainer

Das sagte Heiko Herrlich auf der PK

"Ich denke, dass wir eine gute Saison gespielt haben. Die Mannschaft wird von den Fans gefeiert. - sie erkennen an, dass wieder ein Team auf dem Platz steht, das für einander fightet. Leider hat es in diesem Jahr nur zu Platz fünf gereicht. Aber wir greifen in den kommenden Saison wieder von vorne an. Unser Ziel heute war es, 5:0 gewinnen – das wäre am Ende auch nötig gewesen. Aber wir haben es nicht heute vergeigt unter die ersten Vier zu kommen, sondern in anderen Spielen, in denen wir den Ball nicht über die Linie bekommen haben. Wir müssen akzeptieren, dass ein anderes Team bei gleicher Punktzahl die bessere Tordifferenz hat. Insgesamt haben wir eine gute Saison gespielt. Man darf nicht vergessen, wo wir herkommen und brauchen uns deshalb für den fünften Platz nicht zu schämen. Ich möchte mich bei allen Beteiligten bedanken – dass mir vor rund einem Jahr hier das Vertrauen geschenkt wurde. Ich danke auch bei meinem Trainerteam, der medizinischen Abteilung und dem Funktionsteam. Jeder hat seinen Teil zum Erfolg beigetragen."

Trainer Heiko Herrlich über . . .

Stefan Kießling: "Das war eine sehr emotionale Geschichte. Ich war selbst Stürmer, habe ihn jahrelang bewundert und ihm immer gerne zugeschaut. Ich war immer ein Fan von seiner Art und Weise zu spielen."

Jonathan Tah: "Einige Spieler von uns können der deutschen Nationalmannschaft bei der WM sicher weiterhelfen. Einer ist zum Beispiel Jonathan Tah, der heute wieder ein überragendes Spiel gemacht hat – trotz drei Wochen Verletzungspause und nur zwei Einheiten."

Julian Brandt: "Dass ein Julian Brandt bei der WM in Russland mit dabei ist, davon gehe ich fest aus. Er hat dieses Jahr oft bewiesen, dass er Spiele entscheiden kann – egal ob er von Beginn an gespielt hat oder ob er eingewechselt wurde."

Wussten Sie übrigens, dass . . .

Leverkusen die letzten zehn Bundesliga-Heimspiele gegen Hannover 96 mit zusammen 27:3 Toren gewann?

Brasilianisches Talent zur Werkself

Bayer Leverkusen hat zur kommenden Saison den brasilianischen Stürmer Paulo Henrique Sampaio Filho, genannt Paulinho, verpflichtet. Der 17-Jährige wechselt zum 15. Juli vom Erstligisten Vasco da Gama zur Werkself. Er unterschreibt bei Bayer 04 einen bis zum 30. Juni 2023 gültigen Vertrag. "Es ist klasse, dass wir einen Spieler dieser Kategorie für uns gewinnen konnten. Ich freue mich sehr auf ihn“, sagte Trainer Herrlich. Bereits im Alter von 16 Jahren feierte der auf beiden Flügeln, aber auch im offensiven Mittelfeld und in der Sturmspitze einsetzbare Paulinho sein Debüt für Vasco da Gama. Gegen den EC Vitoria wurde er in der Schlussphase eingewechselt. Nur elf Tage später stand der Youngster gegen Atletico Mineiro erstmals in der Startelf und schoss sein Team mit zwei Treffern quasi im Alleingang zum 2:1-Sieg. Er hat sich bei der Wahl seines neuen Arbeitgebers von einigen großen Vorbildern aus dem eigenen Land lenken lassen: "Emerson, Lucio, Jorginho, Zé Roberto oder Juan waren fantastische Spieler, deren Weltkarrieren bei Bayer begannen. Der Verein hat in meiner Heimat einen großartigen Ruf, jeder kennt ihn als den Klub in Europa, bei dem viele Brasilianer glücklich geworden sind.“

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14. Mai 2018

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