item7a
BS196

Weiter ungeschlagen - das ist eine wunderbare Statistik

item1a1a
item1a

nach oben

Am Ende eines aufregenden, ja über weite Strecken sogar mitreißenden Bundesligaspiels blieb ein Punkt bei uns in der BayArena. "Nur" ein Punkt? Nach dieser Vorstellung hatte wahrlich kein Fußballfreund, dessen Sympathien Bayer 04 Leverkusen gelten, auch nur einen Grund, unzufrieden nachhause zu gehen. Auch die Mehrzahl unserer Spieler äußerte sich, so wie die Partie letztendlich gelaufen war, angesichts des 2:2 verständlicherweise einverstanden mit diesem Remis.

Die Jungs haben am 12. Saison-Spieltag einen Zähler erkämpft, der sehr gut ist für die Moral und die eigene Sicherheit in den kommenden Wochen. Ein wichtiger Zähler. Gegen starke Leipziger, die nach der Niederlage der Dortmunder am Vorabend in Stuttgart wild entschlossen waren, diese Vorlage aufzunehmen und sich sofort zum Bayern-Jäger aufzuschwingen, haben sie allerlei Rückschlägen getrotzt und sich energisch behauptet. Und das nach Benny Henrichs' Platzverweis über weite Strecken in Unterzahl.

Durch zweimaligen Rückstand haben sich unsere Spieler ebenso wenig aus der Bahn werfen lassen wie durch die beiden Elfmeter gegen sich, über deren Berechtigung wir trotz der bundesweiten Diskussionen zum Schiedsrichter-Thema dieser Stelle nicht streiten wollen oder müssen. Nein, beide Entscheidungen waren vollkommen berechtigt.

In einem nicht unproblematischen Spiel haben sich unsere Jungs durchgesetzt. Das war gegen die in Spiellaune auftretenden "Roten Bullen" nicht einfach. Aber die Hausherren sind mit den Umständen gut umgegangen und hatten dazu das gerade in solchen Situationen auch nötige Quäntchen Glück zur Hand. Ich weiß nicht, wie diese Partie ausgegangen wäre, hätten über 90 Minuten Elf gegen Elf auf dem Rasen gestanden. . .

Aber trotz Unterzahl, anhand der besseren Torchancen wäre ein Sieg für die Werkself dennoch möglich gewesen. Wollen wir nicht gleich übertreiben: Die Punkteteilung geht in Ordnung. Imponiert hat mir der Siegeswillen bei unseren Jungs, die sich zu keinem Zeitpunkt aufgaben und diesen Punkt unbedingt wollten. Mir ist aufgefallen, dass die Zahl der Gegentore, die aus Standardsituationen entstehen, wieder zunimmt. Es ist halt immer wieder die Frage, wie man solche Konstellationen verteidigt.

Sieben Auftritte am Stück ungeschlagen, das ist eine wunderbare Statistik. Allerdings: Die Werkself sollte mal wieder einen Dreier holen, denn nur mit Unentschieden trittst du auf Dauer auf der Stelle. Wenn jedoch in den nächsten Wochen weiterhin konstant die Leistung wie zuletzt abgerufen wird, klappt es auch wieder mit einem Dreier und dem Vorrücken in der Tabelle.

20. November 2017

BS105

Fragebogen

1. Meine unvergesslichsten Spiele

Bernd: a. Das Aufstiegsspiel mit Carl Zeiss Jena in die 2. Liga, das wir mit 4:1 gegen Sachsen Leipzig gewannen. b. Das 5:1 mit Eintracht Frankfurt im Heimspiel am letzten Spieltag gegen den 1. FC Kaiserslautern - wir blieben in der Bundesliga, ich schoß das Tor zum 4:1. c. In der Champions League spielten wir 2002 im Halbfinal-Hinspiel mit Bayer 04 Leverkusen 2:2 bei Manchester United. d. Das Eröffnungsspiel der WM 2006 in München gegen Costa Rica - ich war Kapitän.

2. Meine besten Spiele

Bernd: a. Das Champions League-Finale 2002 gegen Real Madrid (1:2). b. Das WM-Finale 2002 in Yokohama gegen Brasilien (0:2).

3. Mein schwächstes Spiel

Bernd: Bei der EM-Endrunde 2004 in Portugal gegen Lettland.

4. Meine wichtigsten Spiele

Bernd: a. Das Rückspiel im Halbfinale der Champions League 2002 in unserer BayArena endete 1:1 - wir zogen ins Finale ein. b. Das WM-Finale Deutschland gegen Brasilien.

5. Meine dramatischsten Spiele

Bernd: a. Wir gewannen das Viertelfinal-Rückspiel der Champions League 2002 zuhause mit 4:2 gegen den FC Liverpool und erreichten das Halbfinale gegen Manchester United. b. Das Viertelfinale bei der WM 2006 in Berlin gegen Argentinien - wir gewannen das Elfmeterschießen und kamen ins Halbfinale gegen Italien.

6. Meine traurigsten Spiele

Bernd: a. Das erste Spiel nach dem Tod meines Teamkollegen Axel Jüpner verloren wir mit Jena gegen Unterhaching mit 2:3 und waren damit praktisch abgestiegen. b. Das Champions League-Finale gegen Real Madrid. c. Das Halbfinale bei der WM 2006 in Dortmund gegen Italien (0:2).

7. Mein Lieblingsgegenspieler (Fairness)

Bernd: Roberto Carlos mit Real Madrid und der brasilianischen Nationalmannschaft.

8. Meine unangenehmsten Gegenspieler

Bernd: a. Andre Wiedener (Werder Bremen) und Jan Arge Riise (Liverpool).

9. Meine Traummitspieler

Bernd: a. in meiner realen Karriere: Ballack, Ze Roberto, Emerson. b. wenn ich ihn mir hätte aussuchen können: Fabregas, Zidane, Maradona.

10. Der schönste Moment meines Fußball-Lebens

Bernd: Die Einwechslung nach meiner einjährigen Verletzung beim Spiel Bayer 04 gegen Mönchengladbach - ich konnte ein Tor vorbereiten. Gleichzeitig war es auch mein letztes Bundesligaspiel.

11. Der unangenehmste Moment meines Fußball-Lebens

Bernd: Das Spiel bei der EM-Endrunde gegen Tschechien - ich vergab eine riesen Tormöglichkeit.

12. Die traurigsten Momente meines Fußball-Lebens

Bernd:a. Der Tod meiner Teamkollegen Axel Jüpner und Robert Enke. b. Verpaßte Meisterschaften und verlorene Endspiele. c. Halbfinal-Niederlage bei der WM 2006 gegen Italien.

13. Meine schönsten Tore

Bernd: a. Die Tore gegen Blackburn, Dortmund und Fenerbahce Istanbul - alle drei wurden zum Tor des Monats gewählt. b. Ein Tor beim 2:2 von Carl Zeiss Jena gegen Eintracht Frankfurt. c. Mein erstes Tor im Profi-Fußball: Ein Freistoßtor beim 2:0-Sieg von Jena beim 1. FC Nürnberg.

14. Meine Lieblingsstadien

Bernd: Ernst Abbe Sportfeld in Jena, BayArena sowie die Stadien in Liverpool und Manchester.

15. Meine interessanteste Fußball-Reise

Bernd: Das Länderspiel mit der deutschen Nationalmannschaft in Teheran vor 110 000 Zuschauern.

16. Mein angenehmster Zimmer-Nachbar

Bernd: Oliver Neuville - mein alter Kumpel.

17. Meine Traumelf

Bernd: Mit denen ich zusammen gespielt habe: Kahn/Adler - Frings, Nowotny, Juan, Placente, Neuville, Ballack, Emerson, Ze Roberto, Kirsten, Berbatov.

Kontakt/Impressum

Zitate von und über Schnix

Ich hätte mich beim Pokalfinale gegen Werder Bremen selbst einwechseln sollen. (Schnix auf die Frage, ob er in seiner Karriere etwas bereue. Bayer verlor 0:1 und Trainer Labbadia verzichtete auf seine Einwechslung)

Wahrscheinlich auf irgendeinem Hinterhof mit Wäschestangen. (Bayer Leverkusens Sportchef Rudi Völler auf die Frage, wo Bernd wohl das Fußballspielen gelernt habe)

Bernd ist vielleicht der letzte übrig gebliebene Straßenfußballer. Es gibt nicht viele Spieler, die ihm das Wasser reichen können. (Rudi Völler)

Der alles entscheidende Freistoß-Treffer zum 8:0 bei unseren ersten Match der WM 2002 gegen die Saudis. (Bernd auf die Frage nach seinem ersten Länderspiel-Tor)

Es war so eine Mittelschussflanke. (Bernd über seine Torvorbereitung beim Comeback gegen Gladbach)

Hauptsache nicht wieder Zweiter. (Bernd zu seinem dritten Rang bei der Wahl zum Fußballer des Jahres 2007)

„Schnix“ ist der einzige deutsche Fußballer, der sofort in der Selecao mitspielen könnte. (Der brasilianische Nationalspieler Juan bei seinem Abschied von Bayer 04)

Ein Typ wie er fehlt Real zurzeit, jemand mit diesen technischen Qualitäten, der den tödlichen Pass zu spielen und eine Partie zu lesen vermag. (Bernd Schuster vor Bernd Schneiders nicht zustande gekommenen Wechsel zu Real Madrid)

Die tollste Nachricht kommt aus Leverkusen: Seine Hoheit Senor Bernd Schneider do Brasil, der Chef Executive der Bayer-Mittelfeld-Group, ist wieder da. 253 Tage nach seiner Halswirbeloperation steht der 35-Jährige wieder im Mannschaftstraining. (Christof Kneer am 4. Januar 2009 in der Süddeutschen Zeitung)

Ganz klar der Bernd. Ein wunderbarer Spieler. Schade, dass er seine Karriere beenden musste. (Renato Augusto, Bayer 04 Leverkusen, auf die Frage, wer der bessere Brasilianer ist: Er oder Bernd Schneider)

N44 N8 N7 N6 N5 N3 N2 N1