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WM-Quali: Jogis Jungs 4:1 in Aserbaidschan - cool halt

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Die deutsche Nationalmannschaft hat zwei gewonnene Länderspiele hinter sich, wie sie unterschiedlicher nicht sein können. Beide waren allerdings für das Trainerteam um Jogi Löw in mehrfacher Hinsicht sehr wertvoll. Im Match gegen den alten Rivalen England, das sich trotz des Testspielcharakters und trotz der Festlichkeiten rund um den Abschied von Lukas Podolski aus dem Kreis der DFB-Auswahl auch diesmal zum Prestigeduell entwickelte, verließen unsere Jungs den Rasen in Dortmund mit einem 1:0-Sieg. Das Ergebnis kann man wohl insgesamt als etwas glücklich bezeichnen.

Spiele wie diese, in denen es ja eigentlich um nichts geht, sind gleichwohl extrem hilfreich. Sie bieten den Nachwuchsleuten, die sich gerade mausern und um jede Nominierung durch den Bundestrainer fighten, die seltene Chance, sich zu zeigen und gleichzeitig internationale Luft zu schnuppern. Ein talentierter Bursche wie etwa der Leipziger Timo Werner, der diverse Jugend-Ausahlmanschaften durchlaufen hat, kann hier Erfahrungen sammeln, die für seine weitere Karriere wichtig werden können.

Dass unser Freund Poldi seinem Spiel mit seinem Supertor zu 1:0 dann noch eine derartig schöne Pointe verpassen konnte, hat natürlich alle anderen Aspekte der Vorstellung in den Hintergrund gedrängt. Wunderbar. Kein Film-Happy-End hätte diesen Ausklang seiner tollen Länderspiel-Laufbahn toppen können.

Dass sich unsere Mannschaft vier Tage später im fernen Baku nochmal zu einer sehr positiven Gesamtleistung aufgerappelt hat, für die sie sich selbst mit einem 4:1-Erfolg belohnte, hat mir sehr imponiert. Eine derartige Willensaufbietung ist keineswegs selbstverständlich angesichts der außergewöhnlichen Belastungen für die Spieler auf der Zielgeraden der Saison. Ja, der Gegner war ja nur Aserbaidschan, wird mancher einwenden, die spielen doch keine große Rolle im Weltfußball. Richtig, aber eine derart ehrgeizige Elf schlägst Du nicht im Vorüberlaufen. Wenn der Weltmeister kommt und sich Punkte für die WM-Teilnahme abholen will, ist das eine spezielle Herausforderung für diese Jungs. Da mobilisieren sie alle Kräfte.

Trotz des etwas holprigen Starts haben unsere Leute diese Aufgabe sehr professionell gelöst und sich auch vom zwischenzeitlichen Ausgleich nicht von ihrer Linie abbringen lassen. Cool halt. Auf der Bank wird man genau hingesehen haben und sich ein Bild gemacht haben, auf wen man sich im Zweifelsfall verlassen kann. Gut zu wissen. Mit der optimalen Ausbeute von 15 Punkten führt die DFB-Auswahl jetzt die Tabelle der Gruppe C an. Ich denke nicht, dass da noch jemend in der Lage sein sollte, dem Weltmeister bei der Qualifikation für das WM-Turnier 2018 in Russland im Wege zu stehen. Das Länderspiel-Jahr 2017 hat prima begonnen.

27. März 2017

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Fragebogen

1. Meine unvergesslichsten Spiele

Bernd: a. Das Aufstiegsspiel mit Carl Zeiss Jena in die 2. Liga, das wir mit 4:1 gegen Sachsen Leipzig gewannen. b. Das 5:1 mit Eintracht Frankfurt im Heimspiel am letzten Spieltag gegen den 1. FC Kaiserslautern - wir blieben in der Bundesliga, ich schoß das Tor zum 4:1. c. In der Champions League spielten wir 2002 im Halbfinal-Hinspiel mit Bayer 04 Leverkusen 2:2 bei Manchester United. d. Das Eröffnungsspiel der WM 2006 in München gegen Costa Rica - ich war Kapitän.

2. Meine besten Spiele

Bernd: a. Das Champions League-Finale 2002 gegen Real Madrid (1:2). b. Das WM-Finale 2002 in Yokohama gegen Brasilien (0:2).

3. Mein schwächstes Spiel

Bernd: Bei der EM-Endrunde 2004 in Portugal gegen Lettland.

4. Meine wichtigsten Spiele

Bernd: a. Das Rückspiel im Halbfinale der Champions League 2002 in unserer BayArena endete 1:1 - wir zogen ins Finale ein. b. Das WM-Finale Deutschland gegen Brasilien.

5. Meine dramatischsten Spiele

Bernd: a. Wir gewannen das Viertelfinal-Rückspiel der Champions League 2002 zuhause mit 4:2 gegen den FC Liverpool und erreichten das Halbfinale gegen Manchester United. b. Das Viertelfinale bei der WM 2006 in Berlin gegen Argentinien - wir gewannen das Elfmeterschießen und kamen ins Halbfinale gegen Italien.

6. Meine traurigsten Spiele

Bernd: a. Das erste Spiel nach dem Tod meines Teamkollegen Axel Jüpner verloren wir mit Jena gegen Unterhaching mit 2:3 und waren damit praktisch abgestiegen. b. Das Champions League-Finale gegen Real Madrid. c. Das Halbfinale bei der WM 2006 in Dortmund gegen Italien (0:2).

7. Mein Lieblingsgegenspieler (Fairness)

Bernd: Roberto Carlos mit Real Madrid und der brasilianischen Nationalmannschaft.

8. Meine unangenehmsten Gegenspieler

Bernd: a. Andre Wiedener (Werder Bremen) und Jan Arge Riise (Liverpool).

9. Meine Traummitspieler

Bernd: a. in meiner realen Karriere: Ballack, Ze Roberto, Emerson. b. wenn ich ihn mir hätte aussuchen können: Fabregas, Zidane, Maradona.

10. Der schönste Moment meines Fußball-Lebens

Bernd: Die Einwechslung nach meiner einjährigen Verletzung beim Spiel Bayer 04 gegen Mönchengladbach - ich konnte ein Tor vorbereiten. Gleichzeitig war es auch mein letztes Bundesligaspiel.

11. Der unangenehmste Moment meines Fußball-Lebens

Bernd: Das Spiel bei der EM-Endrunde gegen Tschechien - ich vergab eine riesen Tormöglichkeit.

12. Die traurigsten Momente meines Fußball-Lebens

Bernd:a. Der Tod meiner Teamkollegen Axel Jüpner und Robert Enke. b. Verpaßte Meisterschaften und verlorene Endspiele. c. Halbfinal-Niederlage bei der WM 2006 gegen Italien.

13. Meine schönsten Tore

Bernd: a. Die Tore gegen Blackburn, Dortmund und Fenerbahce Istanbul - alle drei wurden zum Tor des Monats gewählt. b. Ein Tor beim 2:2 von Carl Zeiss Jena gegen Eintracht Frankfurt. c. Mein erstes Tor im Profi-Fußball: Ein Freistoßtor beim 2:0-Sieg von Jena beim 1. FC Nürnberg.

14. Meine Lieblingsstadien

Bernd: Ernst Abbe Sportfeld in Jena, BayArena sowie die Stadien in Liverpool und Manchester.

15. Meine interessanteste Fußball-Reise

Bernd: Das Länderspiel mit der deutschen Nationalmannschaft in Teheran vor 110 000 Zuschauern.

16. Mein angenehmster Zimmer-Nachbar

Bernd: Oliver Neuville - mein alter Kumpel.

17. Meine Traumelf

Bernd: Mit denen ich zusammen gespielt habe: Kahn/Adler - Frings, Nowotny, Juan, Placente, Neuville, Ballack, Emerson, Ze Roberto, Kirsten, Berbatov.

Kontakt/Impressum

Zitate von und über Schnix

Ich hätte mich beim Pokalfinale gegen Werder Bremen selbst einwechseln sollen. (Schnix auf die Frage, ob er in seiner Karriere etwas bereue. Bayer verlor 0:1 und Trainer Labbadia verzichtete auf seine Einwechslung)

Wahrscheinlich auf irgendeinem Hinterhof mit Wäschestangen. (Bayer Leverkusens Sportchef Rudi Völler auf die Frage, wo Bernd wohl das Fußballspielen gelernt habe)

Bernd ist vielleicht der letzte übrig gebliebene Straßenfußballer. Es gibt nicht viele Spieler, die ihm das Wasser reichen können. (Rudi Völler)

Der alles entscheidende Freistoß-Treffer zum 8:0 bei unseren ersten Match der WM 2002 gegen die Saudis. (Bernd auf die Frage nach seinem ersten Länderspiel-Tor)

Es war so eine Mittelschussflanke. (Bernd über seine Torvorbereitung beim Comeback gegen Gladbach)

Hauptsache nicht wieder Zweiter. (Bernd zu seinem dritten Rang bei der Wahl zum Fußballer des Jahres 2007)

„Schnix“ ist der einzige deutsche Fußballer, der sofort in der Selecao mitspielen könnte. (Der brasilianische Nationalspieler Juan bei seinem Abschied von Bayer 04)

Ein Typ wie er fehlt Real zurzeit, jemand mit diesen technischen Qualitäten, der den tödlichen Pass zu spielen und eine Partie zu lesen vermag. (Bernd Schuster vor Bernd Schneiders nicht zustande gekommenen Wechsel zu Real Madrid)

Die tollste Nachricht kommt aus Leverkusen: Seine Hoheit Senor Bernd Schneider do Brasil, der Chef Executive der Bayer-Mittelfeld-Group, ist wieder da. 253 Tage nach seiner Halswirbeloperation steht der 35-Jährige wieder im Mannschaftstraining. (Christof Kneer am 4. Januar 2009 in der Süddeutschen Zeitung)

Ganz klar der Bernd. Ein wunderbarer Spieler. Schade, dass er seine Karriere beenden musste. (Renato Augusto, Bayer 04 Leverkusen, auf die Frage, wer der bessere Brasilianer ist: Er oder Bernd Schneider)

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