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Torjäger Kevin Volland - auch ein Vorbild an Teamspirit

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Gerade jetzt, auf der Zielgeraden der Saison, wenn die sogenannten Big-Points-Spiele, die über die Titel und die wertvollen europäischen Plätze entscheiden, die große Fußball-Bühne beherrschen, sind unsere Jungs offensichtlich prima in der Spur. Gut zu wissen, dass sie nach einer kleinen Schwächeperiode derzeit zu erstklasisger Form auflaufen und heiß darauf sind, ihre günstigen Optionen um jeden Preis wahrzunehmen.

Um es gleich vorweg zu sagen: Ich bin optimistisch, was die beiden kommenden Aufgaben angeht. Sowohl für das Topspiel im DFB-Pokal gegen Bayern München als auch für die Dienstreise am kommenden Samstag nach Dortmund zum BVB sehe ich für unsere Manschaft gute Chancen. Wobei die Bayern, die seit Jahren den nationalen Cup mehr oder weniger dominieren, natürlich auch in der BayArena als Favoriten einzuschätzen sind. Aber ein Erfolg in der Rolle des Außenseiters würde der Werkself für den Auftritt im Signal-Iduna-Park einen wesentlichen Schub verleihen.

Ich denke, den jüngsten Dreier gegen den Mitkonkurrenten Eintracht Frankfurt haben sich unsere Leute aufgrund der überzeugenden zweiten Hälfte redlich verdient. Vielleicht ist das Ergebnis um einen Treffer zu hoch ausgefallen, aber das ist mir egal. Gewonnen ist gewonnen. Mit diesem Sieg in einem Match, das in den ersten 45 Minuten so eng und zugespitzt verlief wie man es vorhergesagt hatte, hat Bayer 04 nach dem Triumpf in Leipzig eine richtig gute Woche abgeschlossen. Fußballerisch und punktemäßig. Man spricht in solchen Fällen immer gerne von "Sechs-Punkte-Spielen", obwohl es natürlich für einen Dreier, wie der Name schon sagt, auch in dieser Spielzeit weiterhin nur drei Zähler gibt. Aber in unserem Fall mag die Rechnung schon stimmen: Drei Punkte werden in der Tabelle gutgeschrieben und weitere Punkte kommen nach dem kurzfristigen Hänger als Bonus auf das Konto Selbstbewusstsein.

Und noch ein Dreier: Gerade in dieser Situation finde ich es sehr schön, dass sich Kevin Volland nicht nur dank seiner drei Treffer im Höhenflug-Modus befindet. Der Beifall wird ihm gut tun, zumal er sich damit auch für seine enorme Arbeitsleistung im Sinne der Mannschaft belohnt. Er ackert in der Defensive. Er reißt Löcher, in die seine Mitspieler hineinstoßen. Im Dienste des Kollektivs ist ihm kein Weg zu weit. Kevin Volland ist ein Vorbild an Teamspirit. Und dazu noch, wie er jetzt wieder mal gezeigt hat, außerordentlich gefährlich. Dass er nach diesem Auftritt extrem selbstbewusst auf den Rasen kommt, kann gerade in einem zugespitzten Wettkampf mit den Bayern nicht schaden.

Ich freue mich riesig auf das Dienstagabend-Highlight. Im Pokal gilt die alte Fußball-Devise: Siegen oder fliegen! Es gibt nichts schöneres als gegen den favorisierten bayerischen Löwen in einem Halbfinale vor den eigenen Fans anzutreten.

17. April 2018     

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Fragebogen

1. Meine unvergesslichsten Spiele

Bernd: a. Das Aufstiegsspiel mit Carl Zeiss Jena in die 2. Liga, das wir mit 4:1 gegen Sachsen Leipzig gewannen. b. Das 5:1 mit Eintracht Frankfurt im Heimspiel am letzten Spieltag gegen den 1. FC Kaiserslautern - wir blieben in der Bundesliga, ich schoß das Tor zum 4:1. c. In der Champions League spielten wir 2002 im Halbfinal-Hinspiel mit Bayer 04 Leverkusen 2:2 bei Manchester United. d. Das Eröffnungsspiel der WM 2006 in München gegen Costa Rica - ich war Kapitän.

2. Meine besten Spiele

Bernd: a. Das Champions League-Finale 2002 gegen Real Madrid (1:2). b. Das WM-Finale 2002 in Yokohama gegen Brasilien (0:2).

3. Mein schwächstes Spiel

Bernd: Bei der EM-Endrunde 2004 in Portugal gegen Lettland.

4. Meine wichtigsten Spiele

Bernd: a. Das Rückspiel im Halbfinale der Champions League 2002 in unserer BayArena endete 1:1 - wir zogen ins Finale ein. b. Das WM-Finale Deutschland gegen Brasilien.

5. Meine dramatischsten Spiele

Bernd: a. Wir gewannen das Viertelfinal-Rückspiel der Champions League 2002 zuhause mit 4:2 gegen den FC Liverpool und erreichten das Halbfinale gegen Manchester United. b. Das Viertelfinale bei der WM 2006 in Berlin gegen Argentinien - wir gewannen das Elfmeterschießen und kamen ins Halbfinale gegen Italien.

6. Meine traurigsten Spiele

Bernd: a. Das erste Spiel nach dem Tod meines Teamkollegen Axel Jüpner verloren wir mit Jena gegen Unterhaching mit 2:3 und waren damit praktisch abgestiegen. b. Das Champions League-Finale gegen Real Madrid. c. Das Halbfinale bei der WM 2006 in Dortmund gegen Italien (0:2).

7. Mein Lieblingsgegenspieler (Fairness)

Bernd: Roberto Carlos mit Real Madrid und der brasilianischen Nationalmannschaft.

8. Meine unangenehmsten Gegenspieler

Bernd: a. Andre Wiedener (Werder Bremen) und Jan Arge Riise (Liverpool).

9. Meine Traummitspieler

Bernd: a. in meiner realen Karriere: Ballack, Ze Roberto, Emerson. b. wenn ich ihn mir hätte aussuchen können: Fabregas, Zidane, Maradona.

10. Der schönste Moment meines Fußball-Lebens

Bernd: Die Einwechslung nach meiner einjährigen Verletzung beim Spiel Bayer 04 gegen Mönchengladbach - ich konnte ein Tor vorbereiten. Gleichzeitig war es auch mein letztes Bundesligaspiel.

11. Der unangenehmste Moment meines Fußball-Lebens

Bernd: Das Spiel bei der EM-Endrunde gegen Tschechien - ich vergab eine riesen Tormöglichkeit.

12. Die traurigsten Momente meines Fußball-Lebens

Bernd:a. Der Tod meiner Teamkollegen Axel Jüpner und Robert Enke. b. Verpaßte Meisterschaften und verlorene Endspiele. c. Halbfinal-Niederlage bei der WM 2006 gegen Italien.

13. Meine schönsten Tore

Bernd: a. Die Tore gegen Blackburn, Dortmund und Fenerbahce Istanbul - alle drei wurden zum Tor des Monats gewählt. b. Ein Tor beim 2:2 von Carl Zeiss Jena gegen Eintracht Frankfurt. c. Mein erstes Tor im Profi-Fußball: Ein Freistoßtor beim 2:0-Sieg von Jena beim 1. FC Nürnberg.

14. Meine Lieblingsstadien

Bernd: Ernst Abbe Sportfeld in Jena, BayArena sowie die Stadien in Liverpool und Manchester.

15. Meine interessanteste Fußball-Reise

Bernd: Das Länderspiel mit der deutschen Nationalmannschaft in Teheran vor 110 000 Zuschauern.

16. Mein angenehmster Zimmer-Nachbar

Bernd: Oliver Neuville - mein alter Kumpel.

17. Meine Traumelf

Bernd: Mit denen ich zusammen gespielt habe: Kahn/Adler - Frings, Nowotny, Juan, Placente, Neuville, Ballack, Emerson, Ze Roberto, Kirsten, Berbatov.

Kontakt/Impressum

Zitate von und über Schnix

Ich hätte mich beim Pokalfinale gegen Werder Bremen selbst einwechseln sollen. (Schnix auf die Frage, ob er in seiner Karriere etwas bereue. Bayer verlor 0:1 und Trainer Labbadia verzichtete auf seine Einwechslung)

Wahrscheinlich auf irgendeinem Hinterhof mit Wäschestangen. (Bayer Leverkusens Sportchef Rudi Völler auf die Frage, wo Bernd wohl das Fußballspielen gelernt habe)

Bernd ist vielleicht der letzte übrig gebliebene Straßenfußballer. Es gibt nicht viele Spieler, die ihm das Wasser reichen können. (Rudi Völler)

Der alles entscheidende Freistoß-Treffer zum 8:0 bei unseren ersten Match der WM 2002 gegen die Saudis. (Bernd auf die Frage nach seinem ersten Länderspiel-Tor)

Es war so eine Mittelschussflanke. (Bernd über seine Torvorbereitung beim Comeback gegen Gladbach)

Hauptsache nicht wieder Zweiter. (Bernd zu seinem dritten Rang bei der Wahl zum Fußballer des Jahres 2007)

„Schnix“ ist der einzige deutsche Fußballer, der sofort in der Selecao mitspielen könnte. (Der brasilianische Nationalspieler Juan bei seinem Abschied von Bayer 04)

Ein Typ wie er fehlt Real zurzeit, jemand mit diesen technischen Qualitäten, der den tödlichen Pass zu spielen und eine Partie zu lesen vermag. (Bernd Schuster vor Bernd Schneiders nicht zustande gekommenen Wechsel zu Real Madrid)

Die tollste Nachricht kommt aus Leverkusen: Seine Hoheit Senor Bernd Schneider do Brasil, der Chef Executive der Bayer-Mittelfeld-Group, ist wieder da. 253 Tage nach seiner Halswirbeloperation steht der 35-Jährige wieder im Mannschaftstraining. (Christof Kneer am 4. Januar 2009 in der Süddeutschen Zeitung)

Ganz klar der Bernd. Ein wunderbarer Spieler. Schade, dass er seine Karriere beenden musste. (Renato Augusto, Bayer 04 Leverkusen, auf die Frage, wer der bessere Brasilianer ist: Er oder Bernd Schneider)

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